Die US-Staatsverschuldung ist bis zum 31. Dezember 2024 auf 2,23 Billionen US-Dollar angestiegen. Allein in den zwölf Monaten des letzten Jahres wuchs das Defizit der US-Regierung um weitere 1,74 Billionen US-Dollar an. Die Schulden der einzelnen US-Bundesstaaten sind in dieser Aufstellung noch nicht enthalten.
Wie verfahren die US-Finanzpolitik im vergangenen Jahr war, zeigte sich auch daran, dass der US-Kongress noch nicht einmal einen ordentlichen Haushalt verabschiedet hatte. Das ganze Jahr über verließ man sich auf fortlaufende Resolutionen, um die Regierungsgeschäfte zu finanzieren.
Zwischen Demokraten und Republikanern waren diese Resolutionen höchst umstritten, sodass sich heftige politische Kämpfe um die einzelnen Haushaltsposten entwickelten. Sie führten das Land fast jedes Mal bis an den Rand eines Regierungsstillstands. Für die Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung war dies alles andere als förderlich.
Die Wirkung auf das Ausland ist verheerend
Wer möchte als Ausländer schon die Währung eines Landes erwerben, das nicht nur extrem hoch verschuldet ist, sondern auch noch mit einem dysfunktionalen politischen System aufwartet? Ähnlich wie bei uns in Europa wurden auch in den USA viele Millionen US-Dollar für höchst fragwürdige Zwecke ausgegeben, wie die Errichtung, Anmietung und Instandhaltung von fast vollständig leerstehenden Bürogebäuden.
Viele vermeintlich kleine Fehlausgaben summierten sich auch auf der anderen Seite des Atlantiks zu einer gewaltigen Verschwendung von Finanzmitteln. So überließ man den afghanischen Taliban bei seinem überstürzten Abzug aus dem Land nicht nur Waffen und Militärausrüstung in Millionenhöhe sondern drückte den neuen Machthabern im Land im Jahr 2024 zusätzlich auch noch eine auswärtige Hilfe in Höhe von 293 Millionen US-Dollar quasi in die Hand, weil nicht sichergestellt wurde, dass in Afghanistan ansässige Nichtregierungsorganisationen das Geld wie vorgesehen erhielten.
Ein solch verschwenderisches Verhalten kann man sich vielleicht leisten, wenn man im Geld schwimmt. Schwimmt man jedoch nicht im Geld, sondern ertrinkt vielmehr in den eigenen Schulden, sollte man eigentlich ein anderes Finanzgebaren an den Tag legen. Dies allein schon mit Blick auf die ausländischen Gläubiger von denen immer noch erwartet wird, dass sie ihren Teil dazu beitragen, das US-amerikanische Leben auf Kredit mit ihren Ausleihungen zu finanzieren.